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Der Kletterwettbewerb
Der Wettkampf:
Der Baumkletterwettkampf wird gemäss dem internationalen Reglement
durchgeführt, so
können sich die drei erstplatzierten Kletterer für die
Europameisterschaft qualifizieren.
Der Wettkampf besteht aus fünf Disziplinen.
- Schnellklettern
- Fussklemmtechnik
- Wurfleine werfen
- Personenrettung
- Arbeitsklettern
Nach diesen fünf Disziplinen wird eine Rangliste erstellt, die
ersten vier dieser Liste kommen anschliessend in einen
Finaldurchgang
(Meisterrunde). Hier kann jeder dieser vier Finalisten sein Können
vor versammeltem Publikum und fünf Kampfrichtern demonstrieren.
Nicht die Geschwindigkeit ist hierbei entscheidend, es werden
Technik, Tricks und das Vorgehen genau bewertet.
So, dass am Ende der Beste gewinnt. |
1996 führte der BSB im Rahmen seines 10-jährigen Bestehens in Luzern
die 1. Schweizer Meisterschaft im Baumklettern mit der
Doppelseiltechnik durch. Für diesen Anlass hatten sich 16 Teilnehmer
aus der Schweiz angemeldet, vorwiegend praktizierende Baumpfleger.
1998 wurde ebenfalls durch den BSB in Riehen BL die 2.
Schweizermeisterschaft im Baumklettern durchgeführt. An diesem
Anlass nahmen 25 Baumpfleger teil. Die 4. und bisher letzte
Baumklettermeisterschaft fand 2003 in Kreuzlingen statt.
Die Wettbewerbsform des Baumkletterns wurde mit dem Gedanken
gegründet, ausreichende Fertigkeit und Geschicklichkeit zu
trainieren, um auch während der Berufsausübung mit der
Doppelseiltechnik, jede Situation in der Baumkrone zu meistern. Als
gutes Beispiel kann die Disziplin Personenrettung angeführt werden.
Wenn es ggf. während Baumpflegearbeiten tatsächlich zu einer
Personenrettung kommen sollte, könnte in einem solchen Moment die
Wettbewerbs-Erfahrung entscheidend sein.

Seit den Anfängen der Baumkletterwettbewerbe, 1976 in St.Louis,
Missesouri, hat die Klettertechnik, das Ausrüstungsmaterial, die
Anzahl der praktizierenden Baumkletterer, das Berufsbild mit
entsprechender Ausbildung und die Berufziele international als auch
in der Schweiz eine bemerkenswerte Entwicklung durchgemacht. Gerade
internationale Baumklettermeisterschaften sind sehr geeignet, um
entsprechende Erneuerungen zu beobachten, wertvolle Erfahrungen zu
sammeln, diese Entwicklung zu testen und sich selber
anzueignen. Resultierend aus diesen Erkenntnissen sind gewissermassen
gesteigerte Arbeitssicherheit, Arbeitsqualität, Arbeitsmotivation
und Arbeitsleistung. Zudem geben solche Wettbewerbe eine gewisse
Transparenz von Baumpflegestandards. Nicht zu vergessen ist der
gesellschaftliche Aspekt. Gerne benützen Baumkletterer solche
Anlässe um ausgiebig mit Konkurrenten und Berufskollegen vor allem
über Klettertechnik und Ausrüstung zu diskutieren und zu
fachsimpeln. Schon etliche entscheidende Kontakte in beruflicher
Hinsicht sind bei diesen Gelegenheiten geknüpft worden.
Bäume sind ein globales Thema. Um diesem Gedanken zu folgen wird die
Schweizer Meisterschaft mit internationaler Beteiligung
durchgeführt. |